Meeting Industry Report Austria „mira“

Veränderte Schwerpunkte, andere Spitzenmonate! Kongressjahr 2020 war anders

AUSTRIAN CONVENTION BUSINESS MAGAZIN (ONLINE 03/09/2021)

Wie stark wurde Österreichs Tagungs- und Kongressbranche 2020 von der Corona-Pandemie getroffen? Antworten darauf liefert die soeben fertiggestellte Statistik des Meeting Industry Report Austria (mira). Vorgestellt wurde „mira“ Anfang September 2021 von Tourismusministerin Elisabeth Köstinger, ACB-Präsident Gerhard Stübe und der Geschäftsführerin der Österreich Werbung (ÖW), Lisa Weddig.

Zur Erinnerung: im Vorjahr war die Durchführung von Präsenzveranstaltungen aufgrund der Lockdowns nur zwischen von Jänner bis März und von Juni bis Anfang November möglich. Gegenüber dem Rekordjahr 2019 kam es dadurch 2020 bei Veranstaltungen zu einem Rückgang von zuvor 25.178 auf 8.557 (dies entspricht -65,9%). Die Zahl der Teilnehmer*innen reduzierte sich von zuvor 1,8 Millionen um -74,5% auf 448.295. Bei den Nächtigungen gab es ein Minus von -78,8% von rund 3,3 Mio. auf 721.045.

Gerhard Stübe: „Dort wo und wenn es möglich war, hat die Tagungs- und Kongressbranche auch 2020 gezeigt, dass lokale Einbettung, direkte Kundenbetreuung und die Bereitschaft, sich noch mehr anzustrengen, solide Pfeiler für den Erfolg unserer Mitglieder auch in schwierigen Zeiten sind.“

Mehr Firmentagungen, weniger Humanmedizin

Der Großteil der Veranstaltungen fand 2020 vor allem aufgrund der Reisebeschränkungen mit nationaler Ausrichtung statt (88%). Bezogen auf die Veranstaltungszahl waren 2020 besonders Kongresse mit den Themengebieten Wirtschaft und Politik gefragt. Diese setzten sich mit 43% noch stärker als im Jahr zuvor durch. Auch an der Teilnehmer*innenzahl gemessen, lösten diese Themenbereiche Kongresse im Bereich der Humanmedizin ab.

Bei den Veranstaltungsarten kam es gegenüber 2019 nur zu geringfügigen Veränderungen: Mit 43,7% schafften Firmentagungen beinahe die Hälfte aller erfassten Veranstaltungen. Nach Seminaren, die knapp ein Drittel (31,2%) ausmachten, entfiel ein Viertel (25,1%) auf Kongresse.

Veränderte Spitzenmonate

Im Vergleich zu 2019 wurden die meisten Kongresse im Jänner (380), im September (367) und im Oktober (409) abgehalten. In Normaljahren gelten die Zeiten von März bis Juni und September bis November als Spitzenmonate. Demgegenüber wurden 2020 die wenigsten Veranstaltungen aufgrund der landesweiten Lockdowns für die Monate April, Mai, November und Dezember gemeldet. Der Großteil waren nationale Kongresse (1.752).

Hohe Internationalität

Trotz der 2020 erzielten geringeren Anzahl an internationalen Kongressen (18,3%) im Vergleich zu 2019 (damals waren es 28,3 %) war mehr als ein Drittel (38,7%) der Kongressteilnehmer*innen internationale Gäste. Der Grund: Kongresse mit internationaler Ausrichtung weiden eine durchschnittlich höhere Teilnehmer*innenzahl auf.

Die meisten internationalen Kongressgäste kamen im 1. Quartal sowie in den Monaten September und Oktober. Im Februar waren sogar mehr als die Hälfte der Teilnehmer*innen (57,61 %) internationale Gäste.

Knapp die Hälfte aller Kongress- und Tagungsnächtigungen wurde durch internationale Kongresse (348.000) generiert.

Ein ausführlicher Bericht über die mira-2020 Ergebnisse erscheint Ende Oktober 2021 im AUSTRIAN CONVENTION BUSINESS MAGAZIN.

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